WS für PKA

 Lernfeld 4 Teil 4.6
Homebanking, Telefonbanking

  

 

Home-
banking,
Internet-
Banking

Das Homebanking ist aus dem Bildschirmtext (Btx) entstanden. Zu Beginn kamen eigens für Btx gebaute Geräte zum Einsatz, mit denen Überweisungen ausgefüllt und Kontostände abgefragt werden konnten. Anfangs der 90er Jahre wurde das Btx-System auch auf PC's eingeführt, was wesentlich zur Verbreitung beitrug. Über die T-Online-Software wurde dabei eine Telefonverbindung zwischen dem Kunden und der Bank aufgebaut (kein Internet). Diese direkte Verbindung war relativ sicher. Das System wurde inzwischen abgestellt.

Aufgrund der starken Verbreitung des Internets haben sich die Banken mittlerweile auf das Internet-Banking konzentriert. Im Internet können die Daten leider viel einfacher von Unbefugten gelesen und verändert werden als bei der direkten Telefonverbindung mittels T-Online-Software. Deshalb mussten hier erst besondere Sicherheitsmaßnahmen geschaffen werden. 

Alle Daten zwischen Kunde und Bankrechner werden heute über sichere Seiten geschickt. Dabei werden die Daten durch das SSL-Protokoll (Secure Socket Layer) verschlüsselt bevor sie in das Internet geschickt werden. Bei der Anmeldung am Bankrechner muss sich der Kunde außerdem mit seiner PIN (Persönliche Identifikationsnummer) ausweisen.  

Bestimmte Aktionen, wie z. B. eine Überweisung, die Änderung eines Dauerauftrags oder der Kauf von Wertpapieren erfordern zusätzlich die Eingabe einer TAN (Transaktionsnummer) Die TANs werden von der Bank (jeweils 50 oder 100 Stück) an den Bankkunden per Post verschickt. Der Bankrechner vergleicht dann die eingegebene PIN und TAN mit den in seinen Listen eingetragenen Nummern um die Echtheit des Auftrags zu prüfen. Dieses Verfahren bezeichnet man auch als PIN/TAN-Verfahren.

Eine Weiterentwicklung ist das chipTAN-Verfahren. Hierbei wird die ec-Karte in ein Lesegeräte gesteckt und die TAN über den Bildschirm übertragen. Als relativ sicher gilt auch das smsTAN-Verfahren, bei dem die TAN nach dem Ausfüllen der Bildschirmformulare per SMS verschickt wird.
  

Noch sicherer ist das seit 1997 entwickelte HBCI-Verfahren (Homebanking Computer Interface). Die Verschlüsselung erfolgt dabei über eine Chipkarte mit dem persönlichen Verschlüsselungscode des Kunden. Auf dem Rechner der Bank ist für jeden Kunden ebenfalls ein Code zum Entschlüsseln der Daten abgelegt. Dadurch ist gewährleistet, das die Daten auf dem Weg zur Bank im Internet nicht verändert werden können. Um die Karte nutzen zu können, muss man allerdings zusätzlich noch eine Chipkarten-PIN eingeben. Die TAN ist dann nicht mehr erforderlich.
 
HBCI-Chipkartenleser der Sicherheitsklasse 2. Die PIN wird aus Sicherheitsgründen direkt am Lesegerät eingegeben und nicht über die Tastatur.

        

   

Internet-
Bezahlsysteme

Internet-Bezahlsysteme (e-Commerce) bieten die Möglichkeit die Ware direkt über das Internet zu bezahlen. Dadurch entfällt die von manchen Internetshops verlangte Vorkasse oder die Nachnahme. Der Kunde gibt entweder eine Kreditkartennummer ein oder seinen Zugangscode zu Bezahlsystemen wie PayPal. Danach wird sofort online die Zahlungsfähigkeit des Kunden überprüft und der Betrag an den Händler überwiesen. Der Kunde hat entweder auf ein Konto bei PayPal Geld überwiesen oder PayPal zieht den Betrag per ELV ein. 

Neu ist seit einiger Zeit das giropay-System. Giropay rechnet entweder über die PayPal-Plattform ab oder schickt den Kunden direkt zu seiner Bank, an der er sich dann einloggen kann. Nach dem einloggen bekommt er einen ausgefüllten Überweisungsauftrag angezeigt, den er nur noch kontrollieren und mit einer TAN bestätigen muss. Anschließend erhält der Händler eine Zahlungsbestätigung durch giropay, so dass er sofort die Ware abschicken kann.

   

Telefon-
banking

Beim Telefonbanking ruft der Kunde eine Servicenummer seiner Bank an und kann dann z. B. den Kontostand erfahren, Überweisungen veranlassen oder Daueraufträge ändern. Auch hierbei muss sich der Bankkunde zunächst mit einer PIN am Telefon ausweisen. Seine Bankaufträge nimmt ein Sprachcomputer oder ein Service-Mitarbeiter der Bank entgegen.  

   
   

 

 

 

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 Lernfeld 4 Teil 4.6
Homebanking, Telefonbanking

   Letzte Änderung:
Samstag, 14. September 2013 21:07  

 


Hinweise und Anregungen bitte an: 
Thomas Wullengerd